Momentaufnahme


Vor ein paar Tagen, auf dem Weg zur Arbeit, ist mir eine Vielzahl an Mohnblüten aufgefallen, die ich vor kurzer Zeit noch in geringer Menge fotografieren konnte. Für neue Fotos wegen der Mengenwirkung fehlte am Morgen die Zeit. So fuhr ich weiter und stellte mit Bedauern fest, dass mein Lieblingsbaumstumpf inzwischen sein Gesicht verloren hat. Auf dem folgenden Bild ist noch alles OK, den jetzigen Zustand habe ich nicht im Bild festgehalten, musste ja weiter zur Arbeit.

Baumkopf

Studenten oder junge Vogelkundler waren dabei, Vogelstimmen einzufangen. Momentaufnahmen, die nur für Sekunden vorhanden sind. Da stört mein Vorbeifahren schon sehr, ich lausche kurz mit und höre auch meinen E-Motor am Bike, wie an den anderen Tagen.

Am nächsten Morgen waren die Mohnblüten abgemäht, zu spät für das Foto in der Morgensonne, ein kurzer Ärger, nur die Vögel zwitschern “unverändert” weiter. Zeit ist also immer eine Momentsache muss ich feststellen, leider immer zu kurz, daher bleibt mein Blogspruch stets aktuell:

“Zukunft – das ist die Zeit, in der Du bereust, dass du das, was Du heute tun kannst, nicht getan hast.”

Ob ich am Monatsende bereue, dass ich erst jetzt mit der Steuererklärung angefangen habe?

2 Gedanken zu „Momentaufnahme

  1. Manches ist tatsächlich immer nur von kurzer Dauer, so sehe ich das mit Frühling und Sommer auch. Möchte dieses Jahreszeiten festhalten und konservieren und im Winter den Frühling leben, aber es geht nicht.
    Ich liebe den Sommer.

    Herzlichst ♥ Marianne

  2. Oh ja, manche Momente möchte man festhalten, konservieren, ebenso wie auch manche Gedanken. Darum zeichne und schreibe ich dauernd in meine Skizzenbücher, um Augenblicke festzuhalten, die sonst viel zu schnell ins Vergessen rutschen würden. Wir sind alle jeden Tag von so vielen kleinen und grossen Wundern umgeben, so dass wir eigentlich viel öfter innehalten und geniessen müssten.
    LG von Rosie

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